2007-11-25

BSOD*: nicht einmal das Fernsehen ist davor sicher!

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Das aktuelle Bild auf unserem Lokalfernsehen!

* BSOD: Blue Screen of Death

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2006-01-23

Installier-Wehen

Es ist ja wirklich kaum zu glauben, welche Höhen und Tiefen ich heute beim Installieren zweier Betriebssysteme durchgemacht habe. Zur Veranschaulichung der Tiefen nur dies: Diesen Post schreibe ich direkt auf der Konsole meines Servers. Aber ich beginne besser am Anfang…

Endlich habe ich mich durchgerungen, meine seit fast zehn Monaten brach liegende Samsung-HD in Betrieb zu nehmen. Meine Überlegungen zur Partitionierung ergaben folgendes Ergebnis:

Partition   Inhalt              Grösse
hda1        /boot                 64 MB
hda2        Windows system C:     50 GB
hda5        Linux swap             1 GB
hda6        /                      5 GB
hda7        /home                 15 GB
hda8        Windows data   D:   ~128 GB (Rest)

Beide bootbaren Partitionen (/boot und Windows system) lagen so innerhalb der ersten paar GB. Das sollte mal vom BIOS her keine Probleme geben. Also die beiden alten Scheiben ausgebaut (man will ja einen Plan B haben), die neue Scheibe eingebaut, gebootet: “Error loading operating system”. Soweit noch keine Überraschungen.

Ubuntu 5.04 (Hoary Hedgehog)

Vor einiger Zeit hatte ich mir fünf Ubuntu-CDs bestellt, und jetzt war die Zeit gekommen, eine davon einzusetzen. Ich bootete nochmals mit der Install-CD, und keine 45 Minuten später konnte ich aus Firefox auf meinem HP 2610 über Ethernet Webseiten ausdrucken.

Nun, leider gibt es zum Thema Ubuntu nicht mehr zu schreiben, denn alles funktionierte — ok, nur noch dies: nach einer weiteren halben Stunde hatte ich mich in einem selbst kompilierten Psi bei meinem Jabber-Account angemeldet!

Windows XP Professional SP2

Der geneigte Leser ahnt es bereits, nach diesem Höhenflug musste der Absturz folgen. Ein ungutes Gefühl beschlich mich bereits während des Kopierens der Dateien von der XP-CD auf den Disk, weil einige Dateien nicht gefunden wurden. [Kleiner Einschub: weshalb müssen diese Dateien eigentlich zuerst in ein Installations­verzeichnis, damit sie von dort aus dann nochmals ins eigentliche Windows-Verzeichnis kopiert werden können? Ist es das Ziel, schon von Anbeginn an eine möglichst fragmentierte Platte zu haben? Ende des Einschubs] Das konnte mich aber noch nicht beirren, denn jeder weiss ja, dass Windows Dateien installiert, die es nachher nie wieder braucht, oder weiss jemand, wozu “h323.tsp” gut ist? (An alle MCSEs: das war eine rhetorische Frage.) Der Fairheit halber muss gesagt werden, dass alles gut ging, bis ich mich zum ersten Mal anmelden wollte.

Ah, und hier muss ich noch eine Anmerkung zu XPs hellseherischen Fähigkeiten machen: Ich hatte vier User definiert, je einen für Eva, Dinah, Benjamin und mich. Windows ordnet jedem User ein hübsches kleines Icon zu, das man bei Bedarf ändern kann, aber der Vorschlag war folgender: Ich erhielt eine Bassgitarre, Benjamin ein Flugzeug, Dinah eine Schneeflocke, und Eva ein Motocross-Motorrad. Ok, das letzte Beispiel zeigt, dass der Algorithmus noch nicht ganz ausgereizt ist, aber ich habe trotzdem geschmunzelt!

Ich klicke also auf meine Bassgitarre und freue mich schon auf das Teletubby-Thema, da erscheint die Fehlermeldung “Windows-Produkteaktivierung: Ein Problem hat verhindert, dass die Lizenz für diesen Computer überprüft werden konnte. Fehlercode: 0x80070002”. WTF? Ich hatte (m)eine Lizenz-Nummer eingegeben, und Windows hatte nichts daran auszusetzen gehabt. Könnte Microsoft vielleicht Fehlermeldungen so formulieren, dass man mindestens eine so kleine Ahnung hat, in welcher Richtung man suchen soll? Also schrieb ich mir die Fehlermeldung raus und begann mit Michael nach Lösungen zu suchen. Ein vielversprechender Artikel in einer c’t-Hotline deutete darauf hin, dass die Datenträrger­identifikation im MBR nicht mit derjenigen der System-Partition überein stimmte, man solle doch in Knoppix mit einem Hex-Editor die vier Bytes am Offset 0x1B8 aus dem Backup des alten MBRs in den aktiven MBR kopieren. Nichts leichter als das — nein, halt! Ich wollte XP genau deshalb als zweites OS installieren, damit eben ein später installiertes Linux nicht den Windows-MBR zestört! Ich hatte angenommen, dass Windows rücksichtslos einen bestehenden MBR plattwalzen würde, und deshalb den Zustand des MBR nach der Ubuntu-Installation auf einem USB-Stick gespeichert.

Nun, vielleicht war ja etwas dran an diesen Identifikationen, nur hatte ich keine Vergleichsöglichkeit mit einem Backup. Aber da gab es doch noch diese Disk-Seriennummer, die unten an jedem DIR-Befehl ausgegeben wird; Könnte es sein, dass die beiden etwas mit einander zu tun hatten?

Nach einem kurzen Abstecher in die Formate von MBR- und NTFS-Boot-Sektoren fand ich heraus, dass die ID im MBR ein long long war, also 8 Bytes lang, die Disk-ID hingegen nur vier Bytes.

Fortsetzung folgt!

00:16 [/software/windows] windows_woes Google Trackback
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